Fernlehrgang "Netzwerktechnik"

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An wen wendet sich der Lehrgang?

Der Lehrgang soll dem bestehenden Mangel an qualifizierten Netzwerkspezialisten abhelfen und ist gedacht für

alle, die sich auf eine Tätigkeit als Netzwerkbetreuer oder -administrator spezialisieren wollen und mit dieser Tätigkeit Geld verdienen möchten

Betriebe und Unternehmen jeder Art, die den Einsatz eines Netzwerkes planen bzw. schon ein Netzwerk nutzen und die durch die Ausbildung eigener Mitarbeiter die Umsetzung und Betreuung sicherstellen wollen

PC-Fachhändler, Internetagenturen, Software- und Systemhäuser, die ihre Angebotspalette um den Bereich Netzwerktechnik erweitern, ihren Service steigern und Kunden qualifiziert beraten wollen

Fachleute verwandter Berufsbereiche, wie z.B. Softwareprogrammierung, Webseitenentwicklung bzw. -betreuung, Telekommunikation etc., die sich weiterbilden und die speziellen Kenntnisse über Netzwerke aneignen wollen

alle, die als Selbstständige Unternehmen in Fragen der Netzwerktechnik betreuen oder Schulungen durchführen wollen

alle, die sich qualifiziert auf eine Ausbildung zum MCSE® oder eine andere Herstellerqualifikation vorbereiten möchten

jeden, der durch Steigerung seiner Qualifikation eine höhere Wertschätzung an seiner Arbeitsstelle und Einkommensverbesserungen anstrebt oder seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern möchte

 

Ausbildungsziel

Ausbildung zum Netzwerk-Spezialisten

Erwerb von umfassenden Kenntnissen über die Funktionsweisen von Netzwerken, deren Komponenten und die Zusammenhänge zwischen Netzwerkinfrastruktur und Netzwerkbetriebssystem, sowie von Fähigkeiten zur Planung von Netzwerken, Erstellung von Netzwerkkonzepten, Fehleranalyse und -behebung.

Netzwerkspezialist war bislang kein Lehrberuf. Abgesehen von einigen von Herstellern angebotenen (recht teuren) Schulungen und einiger schwer verständlichen Fachliteratur gibt es kaum Ausbildungsmöglichkeiten. Der Bedarf an diesen Fachleuten wächst aber stetig.

Die Ausbildungsziele im Einzelnen:

  1. Der Lehrgang vermittelt Ihnen alle Kenntnisse, um die Netzwerktechnik zu beherrschen. Dazu gehören neben den verschiedenen Übertragungstechniken und dem ISO/OSI-Referenzmodell die Vorstellung z.B. der aktiven und passiven Netzwerkkomponenten.
  2. Nach Abschluss des Lehrgangs werden Sie in der Lage sein, auf die jeweiligen Anforderungen z.B. in einem Unternehmen optimale Netzwerke zu entwickeln und umzusetzen. So werden Ihnen u.a. die Architektur und Funktionsweise von Ethernet, ISDN, DSL und UMTS und die wichtigsten Protokolle in Netzwerken ausführlich erklärt.
  3. Abschließend erhalten Sie einen umfangreichen Einblick in die Netzwerkbetreuung, Fehleranalyse und -behebung am Beispiel von analysiereten Netzwerktraces.

 

 

Vorkenntnisse

Der Lehrgang ist gedacht für interessierte Menschen aus allen Berufs- und Altersgruppen, die sich - im weitesten Sinne - von der Netzwerktechnik angezogen fühlen, und die sich - beruflich oder aus Freude am Thema - damit befassen möchten.

Der Lehrgang vermittelt die Netzwerktechnik-Kenntnisse, die Sie als Netzwerk-Spezialist im späteren Berufsleben brauchen. Um am Lehrgang erfolgreich teilnehmen zu können, sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich. Allerdings sollten Sie Interesse an technischen Dingen mitbringen und Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer sowie dem Betriebssystem Windows haben. Grundkenntnisse der englischen Sprache sind von Vorteil.

Was sollten Sie sonst noch mitbringen?
Einen gesunden Menschenverstand. Interesse und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Technologien.

Da es sich um einen Praxis-Lehrgang handelt, sollten Sie über einen PC mit einem Windows-Betriebssystem verfügen und die Möglichkeit besitzen, online zu gehen. Zusätzlich müssen Sie die Möglichkeit besitzen, online gehen zu können.

 

 

Dauer und Umfang

Der Lehrgang dauert 9 Monate bei einer wöchentlichen Lern- und Übungszeit von ca. 10 Stunden. Sie können die Studiendauer abkürzen, wenn Ihnen entsprechend mehr Zeit zur Verfügung steht.

Das Lehrmaterial besteht aus insgesamt 9 Lehrbriefen mit durchschnittlich etwa 100 Seiten und einer umfangreichen Abschlussprüfung im Format DIN A4.

Sämtliche Software bzw. Tools, die während dieses Lehrgangs benötigt werden, sind als Freeware im Internet erhältlich.

Jeder Lehrbrief wird durch eine Reihe von Aufgaben (Hausaufgaben) abgeschlossen, deren Lösungen zur Korrektur und Begutachtung eingesandt werden sollten.

Testnetz

Ab Lehrbrief 5 werden praktische Übungen und Hausaufgaben in einem Testnetzwerk angeboten. Sie können sich bequem von zu Hause per ISDN oder DSL in das Testnetz einwählen, das speziell nur für den Fernlehrgang "Netzwerktechnik" eingerichtet worden ist. Dadurch werden Sie optimal und umfangreich auf die spätere berufliche Praxis vorbereitet.

 

 

Abschluss und Zeugnis

Am Ende des Lehrgangs erhalten Sie nach Ablegung der schriftlichen Heimprüfung und einer Projektarbeit das Fachlehrgangs-Abschlusszeugnis der Fernschule.

Dieser Fernunterrichtslehrgang ist von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geprüft und unter der Nummer 7100002 zugelassen.

 

 

Lehrgangsgebühren und Anmeldung

Für jedermann erschwingliche Lehrgangsgebühren!
Unter Kostengesichtspunkten ist der Fernunterricht anderen Weiterbildungsformen deutlich überlegen.
Einen Fernlehrgang kann sich jeder leisten, ob nun zur beruflichen Fortbildung oder "nur" aus Interesse am Thema.

Die Lehrgangsgebühren:

Netzwerktechnik                    9 Monatsraten zu je EUR 122,-  

                                     

(Sondertarife und Förderungsmöglichkeit durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr finden Sie
auf dem Anmeldeformular.)

Sie können jederzeit mit diesem Fernlehrgang beginnen.
Dazu benötigen wir die von Ihnen ausgefüllte und unterschriebene Studienanmeldung.


 

Lehrplan

Die Ausbildung der Teilnehmer ist stofflich auf 9 Lehrbriefe aufgeteilt. Zusätzlich sind ein Glossar und ein Abkürzungsverzeichnis Bestandteil des Lehrganges.

Lehrbrief 1

Nach der geschichtlichen Entwicklung folgt eine Einführung in Netzwerke. Hier werden die Aufgaben von Netzwerken erläutert und eine Einteilung der Netze vorgenommen. Bei der Erläuterung der grundlegenden Begriffe der Datenübertragung (Bit, Byte, Frequenz, Bandbreite, Dämpfung, ...) werden die verschiedenen Übertragungstechniken (analog-digital, synchron- asynchron, simplex-duplex, unicast-multicast-broadcast) erklärt. Als Abschluss wird das ISO/OSI-Referenzmodell vorgestellt.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

Netzwerke: Kleine Einführung - Aufgaben - Entfernungsklassen - Organisatorische Typen - Komponenten - Grundlegende Begriffe der Datenübertragung - Signale und Zeichen - Bits, Bytes, Bauds - Frequenz - Bandbreite - Leitungen und deren Physik - Dämpfung - Signalgeschwindigkeit und Signallaufzeit - Multiplexing - Übertragungstechniken für Daten - Analog und Digital - Parallele und serielle Übertragung - Synchrone und asynchrone Verfahren - Kodierungsverfahren - Betriebsarten - Fehlerbehandlung - Sendeverfahren: Unicast, Multicast, Broadcast - Das ISO/OSI Referenzmodell im Überblick.

Lehrbrief 2

Zu Beginn wird die notwendige Infrastruktur mit ihren passiven Netzwerkkomponenten beschrieben. Nach einer Vorstellung der Netzwerktopologien folgt das Konzept der strukturierten Verkabelung. Es folgt die Beschreibung von verschiedenen Kabel- und Stecker-Typen für die Netzwerktechnik. Am Ende wird aufgezeigt, was man unter einem Link versteht und wie die Netzwerkverkabelung gemessen wird.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

Infrastruktur von Netzwerken - Verteiler-Raum und -Schrank - Stromversorgung - Komponenten für Verkabelungssysteme - Netzwerk-Topologien - Strukturierte Verkabelung - Kabeltypen - Steckertypen - Der Link - Messen der Verkabelung.

Lehrbrief 3

Es wird erläutert, nach welchen Verfahren die Daten in Netzwerken vermittelt werden. Bei der Erklärung der Netzwerkstandards werden die Gremien vorgestellt und detailliert auf das ISO/OSI-Referenzmodell eingegangen. Danach werden der Aufbau und die Funktion eines Ethernets erklärt. Es folgt ein Überblick über die aktive Netzwerkkomponenten Teil 1.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

Standardisierung in Netzwerken - Gremien für Netzwerk-Standards - ISO/OSI Referenzmodell im Detail - Der Standard IEEE 802 - Gerätetreiber und OSI - Link Layer - MAC - LLC - Vermittlungstechniken für Daten - Zugriffsverfahren: Nicht deterministische und deterministische Verfahren - Ethernet - Ethernet-Frameaufbau, -Typen und -Geschwindigkeiten - Rapid Spaning Tree - Netzwerkkomponenten: Network Interface Card, Modem, Medienkonverter und Hub.

Lehrbrief 4

Am Anfang wird der Überblick über die aktiven Netzwerkkomponenten fortgesetzt. Danach wird eine Übersicht über wichtige Protokolle in Netzwerken gegeben. Anschließend wird das Internet-Protokoll TCP-IP erläutert.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

Netzwerkkomponenten: Switch, Router, Layer-3-Switch, Multilayer-Switch, Gateway und Firewall - Funktionsweisen von Protokollen - SNA - DECnet - AppleTalk - NetWare - Vines - TCP/IP - IP Multicast - UDP - TCP.

Lehrbrief 5

Zu Beginn werden Kommunikations-Beispiele mit IP erläutert. Danach wird das Routing unter IP erläutert. Weitere Protokolle zum Beispiel Mailprotokolle werden erörtert. Danach findet eine Einführung in weitere Möglichkeiten des Ethernet statt.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

Kommunikationsbeispiele mit IP - IP Routing-Protokolle - Protokolle der Internetfamilie - DNS - HTTP - FTP - TFTP - Telnet - Mailprotokolle - SNMP - DHCP - BOOTP - Radius, Tacacs - Noch mehr Ethernet - Link Aggregation - VLAN - Layer-3-Switching - Quality of Service.

Lehrbrief 6

Am Anfang findet eine Einführung in IPv6 statt. Danach lernen Sie die Konfiguration von aktiven Netzwerkkomponenten kennen. Es folgt eine Einführung in Modem-Protokolle und ISDN. Danach werden DSLTechniken und UMTS beschrieben.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

IPv6 - Konfigurationen von Switches und Routern - Übersicht der Konfigurationsmodi - Befehle - Beispielkonfiguration Layer-3-Switching - Modem-Protokolle - ISDN: Merkmale, Dienste, Aufbau und Anschluss - ISDN-Konfigurationsbeispiele - DSL-Techniken - ADSL - HDSL - SDSL - VDSL - CDSL - IDSL - UMTS.

Lehrbrief 7

Zu Beginn wird das Thema „Wireless LAN (WLAN)“ erläutert. Anschließend werden „Voice over IP“, „Contentswitching“, „VPN“ und „MPLS“ behandelt. Danach erhalten Sie eine Einführung in das Thema „Hochverfügbarkeit im Netz“ und „Netzwerkdesign“ behandelt. Zum Schluß wird ein Überblick über eine sinnvolle Netzwerkdokumentation gegeben.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

Wireless LAN (WLAN) - Physical und Data Link Layer im WLAN - Topologie des WLANs - Sicherheit - Weitere Funknetze - Voice over IP - Content-Switching - VPN - MPLS - Hochverfügbarkeit im LAN - Definition "Hochverfügbares Netzwerk" - Hochverfügbare Designs - Netzwerkdokumentation - Allgemeine Informationen - Verwaltung der Netzwerkkomponenten - Netzwerkpläne - Verträge - Netzwerk-Management.

Lehrbrief 8

Es findet eine Einführung die Möglichkeiten des Netzwerkmanagement statt. Danach wird das Thema „Netzwerk-Sicherheit“ behandelt. Es folgt ein Überblick über die Fehlersuche und das Troubleshooting von lokalen Netzwerken.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

Simple Network Management Protocol (SNMP) - Konfiguration von Netzwerkkomponenten - Netzwerküberwachung - Netzwerk-Tools - Netzwerkaudits - Netzwerk-Sicherheit - Gefahrenquellen und Sicherheitsmaßnahmen - Troubleshooting - Fehlersuche und -behebung.

Lehrbrief 9

Es wird auf bestimmte Dienste von Windows (DNS, Active Directory, DHCP, Windows-Routing, Windows-RAS, WINS, Terminaldienste) eingegangen und deren Verhalten im LAN beschrieben. Zum Abschluss werden einige Beispiel-Analysen von Netzwerktraffic durchgeführt.

Inhalte des Lehrbriefs in Stichpunkten:

DNS bei Windows - Aufbau und Konfiguration - Netzwerktraces - Actice Directory von Windows - DHCP bei Windows - Routing bei Windows - RAS bei Windows - WINS bei Windows - Terminaldienste mit Windows - Weitere Beispiel-Traces.

 

 

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